Indian Rainbows

Der weiße Wal

Irgendwas an dem Bier habe ich nicht vertragen! Oder war es das Tandoori Chicken? Die nächsten Tage gehe muss ich immer öfter auf die Toilette. Ich bin geschwächt und schaffe es kaum eine Stunde vor die Türe.

Meine Ernährung habe ich umgestellt! Statt Idly und Dosa gibt es Cola und Kekse. Gegen den Durchfall sollte eigentlich das Lomotil helfen, ich habe aber das Gefühl das die Fieberträume durch das Atropin nur noch wirrer werden.

Zum Frühstück esse ich in Chennai meistens Massala Dosa. Serviert mit drei Chutneys und Sambar mit Kartoffeln gefüllt.

Zum Frühstück esse ich in Chennai meistens Massala Dosa. Serviert mit drei Chutneys und Sambar mit Kartoffeln gefüllt.

Doch das Diphenoxylate umhüllt mich mit einer Wolke dumpfen Wohlgefühls, undurchdringlich für die Spitzen der Fieberphantasien und die Visumssorgen. Wenn ich nicht gerade schlafe, lese ich. Den Tom Clancy habe ich mittlerweile verkauft und mir von dem Erlös Moby Dick gekauft.

Erst Sonntagabends geht es mir solangsam besser und ein Problem brennt mir immer mehr auf den Nägeln: Form C!

Der Chef des Hotels war das ganze Wochenende über nicht da. Sein Manager weist jede Verantwortung von sich. Nur sein Chef habe die Autorität das Hotel für die Freigabe von Form C zu registrierten. Montag soll er aber im Hotel sein.

Doch als ich Montag an die Rezeption gehe sitzt dort – der Manager. Ich frage ihn wo sein Chef steckt? Er sagt mir nur, das der nicht komme, nicht in Chennai sei. Zunehmend verzweifelt versuche ich den Manager zu bestechen. Mit 1000 Rupien. Doch der will das Geld nicht nehmen, ruft aber immerhin seinen Chef an. Doch auch der Chef will mir Form C nicht geben! Er sagt: „We are a low-cost hotel, we have no Form C!“

Ich biete ihm 2000 Rupien, wenn er mir bis morgen Form C beschafft. Daraufhin lenkt er ein! Morgen früh, so verspricht er, wird er im Hotel sein!

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