Indian Rainbows

Geduld und Gelassenheit

Als ich am nächsten Morgen in die Lobby komme, sitzt der Chef hinter der Rezeption. Er ist auf einmal sehr hilfsbereit und bittet mich ihn in das Internetcafé zu begleiten. Dort registriert er des Hotels bei der Immigrationsbehörde, damit er Form C herunterladen kann.

Das ist schnell erledigt. Danach gehen wir zusammen zurück zum Hotel und warten auf den Anruf der Immigrationsbehörden. So soll die Identität des Hotels bestätigt werden. Der Anruf kommt nach 10 Minuten. Das folgende Telefonat dauert mindestens 10 Minuten, dann reicht der Chef mir auf einmal sein Telefon.

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Die Immigrationsbehörde will mich sprechen? Warum? Neugierig nehme ich das Telefon entgegen.

Am anderen Ende – einer der ITler. Er möchte meine E-Mail Adresse. Damit er mir die Login Daten meines Hotels auf den Servern der Immirgrationsbehöre zuschicken kann. Dann soll ich das Form C herunterladen und ausdrucken.
Und damit zum Büro der Immigrationsbehörde.

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Ich muss schmunzeln, haben doch die ITler noch vor kurzem eindeutig klargestellt, dass ich nicht die Kompetenz hätte Form C auszufüllen. Froh die Sache nun in der eigenen Hand zu haben mache ich mich schnell auf den Weg ins Internetcafe.

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Direkt nachdem ich das frisch ausgedruckte Fom C in den Händen halte, gehe ich frohen Mutes zur Immigrationsbehörde. Endlich habe ich alle Dokumente die für das Visum benötigt werden beisammen. Angekommen werde ich umgehend aufgerufen.

Doch wieder eine Schrecksekunde – die Sachbearbeiterin kann mein Police Clearance Certificate nicht finden. Ich bin mir aber sicher, das ich ihr das PCC am Dienstag übergeben habe!

Minuten vergehen, wir suchen beide hektisch in unseren Unterlagen. Doch dann erkenne ich das Certificate in ihren Unterlagen. Von mir verfasst, doppelt gestempelt und signiert von der Polizei sieht es sehr offiziell aus. Ich habe extra darauf geachtet, dass das Dokument alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben umfasst.

Sie schaut nur kurz auf das Blatt Papier, murmelt dann: „This is no police clearance certificate.“

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Sie akzeptiert das Dokument aber dennoch. Ich darf 300 Rupien Strafe zahlen und mich setzen. Sie verschwindet mit meinem Antrag.

Dann kommt sie zurück. Sie bietet mir eine Ausreisegenehmigung an. Die könne ich sofort haben. Über ein neues Visum könne nur ihr Chef entscheiden. Aber spätestens Freitag würde sie mir bescheid geben.

Ich hatte gehofft direkt ein Visum zu bekommen. Aber jetzt – noch länger in Chennai warten und weiterhin die Unsicherheit, ob ich überhaupt eine längere Aufenthaltsgenehmigung bekomme. Aber irgendwie berührt mich das immer weniger.

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