Indian Rainbows

Im Bootcamp für den Geist

Lange habe ich gezögert, denn das Programm war mir einfach zu hart. Zehn Tag lang kein Wort äußern. Und jeden Tag elf Stunden meditieren, dabei auf jede Ablenkung verzichten. Kein Buch, keine Gitarre, nicht mal Papier und Stift sind erlaubt. Aber umso länger ich in Indien war, desto mehr Lust habe ich auf Vipassana. Zumal fast jeder Europäer, den ich in Indien treffe ein Vipassana hinter sich hat, viele ganz ohne vorherige Meditationserfahrung. Und die Reaktionen sind durchweg positiv. Also habe ich mich für einen 10 Tage Kurs in Dehli angemeldet, der am 4 März losging. Ein Erfahrungsbericht.

Anreise

Der Zug von Bodhgaya nach Dehli hat 6 Stunden Verspätung und kommt erst um 11 in Dehli an. Mir kommt das nicht ungelegen, denn erst um drei Uhr fährt der Bus zum Vipassana Centers von Endhaltestelle der Dehli Metro ab. Die Metro ist zwar gerammelt voll, aber irgendwie schaffe ich es trotzdem mich samt Gepäck in den Wagen zu quetschen. Dann kommt ein Angestellter der Bahn, drückt die Menschen in den Wagen und macht anschließend die Türe zu. Zum Glück wird es mit jeder Station etwas weniger voll und am Ende finde ich sogar einen Sitzplatz. Angekommen habe ich noch Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen, bei lauter Dance Music. Das Holi Wochenende steht nämlich vor der Tür und ich habe den Eindruck, dass die Leute hier in Dehli auch wissen, wie man so etwas angemessen feiert.

Partystimmung am Essenstand, es lauft laute Technomusik und ich bekomme Lust aufs feiern – doch das Vipassana ruft.

Partystimmung am Essenstand, es lauft laute Technomusik und ich bekomme Lust aufs feiern – doch das Vipassana ruft.

 

An der Bushaltestelle findet sich ein gemischtes Publikum ein, vom seriösen älteren Inder mit Sakko und Krawatte bis zu Langzeitreisenden wie mir. Die Mehrzahl sind aber indische Studenten, so mein Eindruck. Wie immer in Indien wird auch diesmal der Bus gut gefüllt, aber immerhin findet jeder noch einen Sitzplatz. Nur ist der Bus nicht für so viel Gepäck ausgelegt, so dass Koffer wild über Menschen gestapelt werden. So voll gepackt gehts los, sicher eine Stunde fahren wir, bis wir weit außerhalb von Dehli im Dhamma Sota Center ankommen.

Wie immer in Indien muss noch eine Menge Papierkram erledigt werden und es wird mindestens dreimal wird nachgefragt ob wir uns auch wirklich an die Regeln halten wollen und werden. Und die haben es ja durchaus in sich. Zehn Tage Schweigen, jegliche Kommunikation mit den anderen Kursteilnehmern ist verboten, egal ob verbal, mit Gesten oder auch nur mittels Augenkontakt. Man soll an allen Meditationen teilnehmen, meditiert wird von 4:30 los 21:00 auf, es gibt allerdings insgesamt ungefähr vier Stunden Pause, zum Essen und Beine vertreten. Außerdem soll man sich an die fünf buddhistischen Gebote halten, nicht zu töten, zu stehlen, zu lügen, sich kein sexuelles Fehlverhalten zu Schulden kommen lassen und keine berauschenden Substanzen zu sich zunehmen. Nicht das es während des Vipassanas überhaupt die Möglichkeit gebe, eine der Regeln zu übertreten.

Nachdem der ganze Papierkram erledigt ist, bekommt jeder ein Zimmer zugeteilt. Wir bekommen zwei Stunden Zeit uns einzurichten, um acht sollen wir uns dann im Speisesaal einfinden. Dort gibt es erste Instruktion zur Meditation, wir sollen uns auf unseren Atem im Bereich der Nase und unterhalb der Nase konzentrieren. Dann werden wir nochmals alle ermahnt uns an die Regeln zu halten und das große Schweigen beginnt – 10 Tage.

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Die Zimmer sind klein, aber gensuau komfortabel wie billige Hotels. Und erheblich sauberer. Da hatte ich mit weniger Komfort gerechnet.

Die Zimmer sind klein, aber gensuau komfortabel wie billige Hotels. Und erheblich sauberer. Da hatte ich mit weniger Komfort gerechnet.

Tag 1

Ich werde kurz vor halb vier von lautem Gebimmel einer Glocke geweckt, mein Wecker hat nicht geklingelt. Ich ziehe mich schnell an und beeile mich in die Meditationshalle zu kommen. Dort setze ich mich hin, versuche mich auf meinen Atem zu konzentrieren. Das fällt mir schwer, ich bin noch im Halbschlaf. Normale Tagesgedanken wechseln sich mit skurrilen Traumgedanken ab. Ich verfluche mich, warum habe ich mich nur da angemeldet? Die letzte halbe Stunde singt Goenka einen Pali Singsang, das macht es etwas leichter wach zu bleiben. Dennoch kann ich es kaum erwarten bis der Gong zur Pause schlägt.

Von 6:30 bis 8:00 Frühstückspause. Nach dem Frühstück meditiert es sich etwas leichter und von 11 bis 1 ist Mittagspause. Das Essen ist überraschend gut, es gibt sogar Nachtisch.

Ab eins wird dann nochmal vier Stunden meditiert, ich denke fast die ganze Zeit nur ans Aufhören. Um fünf gibts dann nochmal eine Stunde Pause. Dann eine Stunde Meditation und anschließend die Dhamma Talks, Videos in denen Goenka über Buddhismus und Vipassana Meditation erzählt. Darin sagt er Tag 2 und 6 wären am schwersten. Dennoch bin ich danach etwas aufgerichtet, die letzte halbe Stunde Meditation vergeht wie im Flug und schon ist der erste Tag vorbei.

Elf Stunden verbringt jeder Kursteilnehmer auf seinen Meditationskissen. Davon die meiste Zeit in dieser Halle.

Elf Stunden verbringt jeder Kursteilnehmer auf seinen Meditationskissen. Davon die meiste Zeit in dieser Halle.

Tag 2

Die erste Session ist noch härter als am ersten Tag – es ist bitterkalt und ich habe zu wenig angezogen. Kälte, Müdigkeit, zwei Stunden still sitzen – ein sicheres Rezept für Qualen. Doch die Session nach dem Frühstück ist überraschend gut, mein Geist wird immer ruhiger und gewöhnt sich so langsam an das stundenlange Sitzen. Das tagelange Beobachten des Geistes zeigt Wirkung, es kommen immer weniger Gedanken und sie sind schwächer, tauchen meist nur noch im Hintergrund des Bewusstseins auf. Und es ist interessant zu beobachten was kommt, entweder Bilder oder Wörter, andere Sinneseindrücke fast gar nicht. Dennoch, immer wieder denke ich ans Aufhören. Ich freue mich als ich am Abend endlich im Bett liege.

Tag 3

Ich habe festgestellt, dass sich die Vorfrühstückssession in vier Meilensteine unterteilen lässt. Um 5:00 biept eine Armbanduhr zur vollen Stunde, eine halbe Stunde später rufen sämtliche Muezzins der Gegend zum ersten Gebet und um 6 fangt Goenka seinen Singsang an. Irgendwie macht das die Sache deutlich leichter. Ich denke immer seltener ans Aufhören, stattdessen oft – ah das ist gut, der sollte das auch machen, die sollte das auch machen, ich muss den Vipassana Kurs unbedingt weiterempfehlen. Am Abend wird eine neue Meditationstechnik eingeführt, das eigentliche Vipassana. Man scannt den Körper Stück für Stück ab und versucht jede Stelle zu fühlen. Dabei soll man sich ständig im Bewusstsein halten, dass alles vergänglich ist – nicht nur Gefühle kommen, bleiben eine Weile und verschwinden dann wieder.

Tag 4

Das Holi Wochenende fängt an. Zur jeder Tageszeit ist Bass und eine Kickdrum zu hören, außerdem Jubelschreie. Es ist wärmer geworden und die Sonne scheint. Ich denke an Frühling in Berlin und wäre auch gerne draußen, beim Tanzen. Aber auch das Holi Wochenende ist gekommen und wird vergehen, mit allen Emotionen die dadurch geweckt werden.

Das ist der Kern der Lehre Buddhas, Unwissenheit, Gier und Neid, Anziehung und Abstoßung sind die Wurzel alle Leidens. Auch unsere erfüllten Wünsche verursachen Leid, denn das Gewünschte wird unvermeidlich wieder verschwinden. Das ist das Wesen der Dinge, nichts hat einen festen Kern, alles ist vergänglich. Goenka hämmert uns das immer wieder ein, „Anicca“ – Vergänglichkeit sollen wir stets im Bewusstsein halten und Gleichmut bewahren, während die Vipassana Meditation Moment um Moment aus unserer Vergangenheit hochspült.

 

In diesem Innenhof befindet sich mein Raum. Da es in den Pausen nichts zu tun gibt, wasche nicht nur ich jeden Tag Wäsche.

In diesem Innenhof befindet sich mein Raum. Da es in den Pausen nichts zu tun gibt, wasche nicht nur ich jeden Tag Wäsche.

 

Tag 5

Eine neue Schwierigkeitsstufe wird eingeführt, die schmerzhaften Additthana Sitzungen. Ein Stunde komplett regungslos dasitzen und dabei den Körper abscannen. Ob das klappt oder nicht hängt sehr davon ab wie ich am Anfang sitze, schlafen die Beine schnell ein halte ich nicht durch, ist das nicht der Fall muss ich zwar ein paar mal den Rücken durchdrücken, Beine und Arme bleiben aber ruhig. Das Abscannen des Körpers klappt immer besser, ich fange an vielen Stellen ein sanftes Kribbeln zu spüren, das über den Körper wandert.

Meditieren geht in völliger Stille am besten. Daher gibt es Meditationszellen, in die wir allerdings nur für 2 1/2 Stunden pro Tage nutzen dürfen.

Meditieren geht in völliger Stille am besten. Daher gibt es Meditationszellen, in die wir allerdings nur für 2 1/2 Stunden pro Tage nutzen dürfen.

Tag 6

Ab jetzt gibt es drei Adhitthana Sitzungen pro Tag. Sie sind zwar schmerzhaft, gleichzeitig wird einem so aber die Endlichkeit der Schmerzen bewusst gemacht. Während man meditiert, kommen laufend Erinnerungsfetzen ins Bewusstsein. Freudvolle, leidvolle und auch sehr viele, die keine starken Emotionen hervorrufen. Dabei sind wir angehalten perfekten Gleichmut zu bewahren, auf körperliche oder emotionale Schmerzen nicht zu reagieren. So sollen eingefahrene, leidvolle Verhaltensmuster aufgebrochen werden.

Goenke erklärt das so: Jedesmal, wenn wir etwas wahrnehmen, erkennen und bewerten folgt eine Reaktion. Diese Reaktion erzeugt eine Spur in unserem Bewusstsein, ein Sankara. Die Sankaras setzten sich in unserem Bewusstsein fest und bestimmen unser Denken und Fühlen. Sankaras sind also eingefahrene Verhaltensmuster, die durch prägende Erfahrungen erzeugt werden und sich dann immer wiederholen. Soweit nimmt der Buddhismus die moderne Psychologie vorweg.

Die Vipassana Meditation lockert nun die Verbindung zwischen Erfahrung und Reaktion. Während man meditiert, werden alte, prägende oder traumatische Situationen neu durchlebt. Diesmal allerdings in Gleichmut. So wird die Assoziation zu den negativen, automatisierten Verhaltensmustern, die durch diese Situationen entstanden sind geschwächt.

Das Kribbeln, das beim Abscannen des Körpers auftritt ist Begleiterscheinung dieses Prozesse. Das Kribbeln sind die subtilen, feinstofflichen Empfindungen des Körpers, im Gegensatz zu soliden Gefühlen wie Schmerz und Druck. Jedesmal wenn es gelingt eine Stelle mit soliden Empfindungen in eine Stelle mit Subtilen zu verwandeln, wird ein schmerzhaftes Sankara entkräftet, behauptet jedenfalls Goenka.

 

Die Zellen befinden sich in diesem schmucken Gebaude, dass das Zentrum des Kampus bildet.

Die Zellen befinden sich in diesem schmucken Gebäude, dass das Zentrum des Campus bildet.

 

Tag 7

Für mich im Kopf der letzte Tag des Mittelteils, das Ende ist abzusehen. Ich denke die ganze Zeit wie gut mir das gerade tut, freue mich aber trotzdem auf den Sonntag wenn ich wieder raus darf. Der Bewegungsmangel macht mir zu schaffen und ich fange an, in meinem Zimmer Liegestütze und Sit-Ups  zu machen. Ab jetzt sollen versuchen unsere Aufmerksamkeit durch beide Körperhälften gleichzeitig zu schicken, das klappt am Kopf und in den Armen schon ganz gut, in den Oberschenkeln noch kaum. Am Abend gibt es eine Überraschung – nur noch zwei Tage wird ernsthaft meditiert, am letzten Tag wird das Schweigen gebrochen und nur noch drei mal eine Stunde meditiert.

Rundweg

Da wir den Campus nicht verlassen dürfen bleibt uns nichts anderes übrig als im Kreis zu laufen. Immerhin gibt es zwei Rundwege.

Tag 8

Der vorletzte Tag mit langen Meditationssessions, im Kopf setzt sich so langsam das Gefühl fest es geschafft zu haben. Auch das Meditieren fällt von Tag zu Tag leichter. Der Tag ist ja ein wenig so strukturiert wie in der Schule, mit großen Pausen, dazwischen kleinen Pausen. Dann Adhitthana Sitzungen, Meditationen in der Einzelzelle, Sitzungen in den Erklärungen gegeben werden. So wird allzu große Monotonie vermieden.

Am Abend habe ich aus unerklärlichem Grund einen Stimmungseinbruch, vielleicht sind die 10 Tage doch zu kurz für mich gewesen. Nach der letzten Meditationssitzung geht es aber wieder besser, ich freue mich auf den letzten richtigen Tag und nehme mir vor nochmal mit voller Konzentration zur Sache zu gehen.

Der zweite Rundweg fuhrt um ein Dhammarad.

Der zweite Rundweg fuhrt um ein Dhammarad.

Tag 9

Der neunte Tag wird begleitet von extremen Rückenschmerzen – als Folge des Trainings, denke ich. Ich rette mich mit Mühe über die Adhitthana Sitzungen, bis es mir am Abend zum ersten Mal gelingt den Schmerz aufzulösen. Und es ist tatsächlich so wie beschrieben – der feste Schmerz löst sich in eine kribbelnde Hitzeempfindung auf, es fühlt sich so an als hielte jemand eine Wärmeflasche über die schmerzenden Stelle. Leider gelingt das nur auf der linken Seite die rechte Seite bleibt schmerzend und nach 5 Minuten kehrt der Schmerz auch wieder zurück. Aber mit zunehmender Praxis wird diese Technik immer leichter zugänglich, ein erfahrener Vipassana Meditator kann wohl fast jegliche Schmerzen auflösen.

Auf dem Gelände gibt es viele Pfauen, die oft sehr laut miauen.

Auf dem Gelände gibt es viele Pfauen, die oft sehr laut miauen.

Außerdem kann ich die Aufmerksamkeit nun wie in einem Ring um den Körper schicken. Es fühlt sich ein bischen so an, als würde eine sehr leichte, zähflüssige Substanz über den Kopf geschüttet, die dann langsam den Körper herunterrinnt und dabei ein leichtes pulsierendes Gefühl hinterlasst. Ein angenehmes Gefühl, das sich wohl mit zunehmender Praxis steigert, irgendwann kann man das Kribbeln am und im ganzen Körper wahrnehmen. Goenka mahnt uns am Abend eindringlich auch den angenehmen Teil des Vipassanas mit perfektem Gleichmut zu erleben, nur so können auch angenehme Sankaras ausgelöscht werden.

 

Tag 10

Der Tag fängt an wie immer 4:30 – 6:30 meditieren und anschließend Frühstück. Doch danach wird nur noch eine Stunde meditiert und danach eine neue Technik gelehrt, die Meditation der liebenden Güte. Dabei sendet man die guten Vibrations, die durch die Vipassana Meditation entstanden sind, allen fühlenden Wesen der Welt, man umarmt die ganze Welt. Das machen wir allerdings nur 10 Minuten. Danach ist das große Schweigen vorbei – wir sind zurück auf dem Weg in den Alltag. Jetzt bin ich wieder der Europäer umgeben von Indern, außer mir haben nur zwei Russen den Kurs mitgemacht. Also werde ich die ganze Zeit angesprochen, muss die gleichen drei, vier Fragen beantworten: Woher ich komme, wie ich heiße, mein Beruf, ob ich verheiratet bin … In Indien habe ich gelernt wie es sich anfühlt ein Star zu sein, wenn die Menschen ständig mit den gleichen Fragen auf Einen einstürzen. Da gibt es wirklich Angenehmeres. Gerade nach dem Vipassana würde ich lieber mit Menschen sprechen die mir näher stehen und ein bisschen Zeit mit meiner Gitarre verbringen.

Am Dhamma Talk des Abends erklärt Goenka wie man das Gelernte nun im Alltag anwenden soll – eine Stunde morgens, eine Abends meditieren. Das ist sicherlich zu empfehlen, ich habe die Vorteile regelmässiger Meditation am eigenen Leib erfahren. Es ist eine der großen Schwächen der Vipassana Kurse, dass zwar fast jeder begeistert von den zehn Tagen zurückkommt aber kaum jemand das Gelernte in den Alltag übertragen kann oder will.

Tag 11

Das letzte Mal um 4:30 aufstehen. Doch heute gibt es keine Meditation sondern nur einen extra Dhamma Talk von Goenka, er wirbt für Volontäre, die helfen Kurse und  Zentren zu betreiben. Ich kann mir durchaus vorstellen ein andermal als Helfer einen Kurs zu begleiten, man kann ja trotzdem sehr viel meditieren und etwas Bewegung und Arbeit, gerade mit der richtigen gemeinnützigen Motivation verstärken die Effekt der Meditation noch, das habe ich zumindest im Amma Ashram so erlebt.

Mir ist jetzt auch ein bisschen klarer geworden, wie das mit der Erleuchtung funktioniert. Eigentlich ganz einfach. Indem man lernt sich von seinen Gefühlen zu distanzieren und so nicht mehr im feste Automatismen verfällt, ist es leichter jede Situation offen zu erleben. Und auch Erschöpfung und Schmerz verlieren so ihren Schrecken, das habe ich ja teilweise am eigenen Leib erfahren.

Ich kann mich die Menschen, die begeistert von einem Vipassana zurückkommen voll und ganz anschließen, ich denke jeder der mit der richtigen Motivation einen der Kurse besucht wird enorm davon profitieren.

Um 8:00 bringt uns dann der gleiche überfüllte Bus zurück zur S-Bahn, der uns vor elf Tagen im Vipassana Center abgesetzt hat. Ich habe mich einem der Russen angeschlossen, der mir ein billiges Hotel in der Nähe des Bahnhofs zeigen will. Am nächsten Tag muss ich zum Karmapa Institut, zum Karmapa Public Course. Eine Woche Vorlesungen zum tibetischen Buddhismus. Da bin ich ja mal gespannt. Als ich mich abends ins Bett lege taste ich meinen Körper ab – ich spüre mein Herz. Jeder Schlag schickt eine Druckwelle die Adern hinauf bis in die Hände und Füsse. Ich kann meine Speiseröhre bis in den Magen fühlen, die Luftröhre bis weit unterhalb der Stimmbänder…

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